Das Verbundvorhaben wird von drei Forschungs- und zwei Praxispartnern bearbeitet. Die Gesamtkoordination erfolgt durch das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR).

Die wissenschaftlichen Teilprojekte haben folgende Themenschwerpunkte:

(1) Expertise urbane Biodiversität: Bereitstellung von Wissensgrundlagen und Monitoringkonzepten zur praktischen Umsetzung der NBS in Kommunen (IWU)

(2) Planerische Ansätze zur Umsetzung der NBS auf kommunaler Ebene (IÖR)

(3) Wissenstransfer, kommunale Strategien und Berücksichtigung von Ökosystemleistungen (DUH)

In den umsetzungsorientierten Teilprojekten der Städte Bielefeld und Heidelberg werden zum einen die erarbeiteten Erkenntnisse und das Verfahren zur Aufstellung einer Biodiversitätsstrategie auf gesamtstädtischer Ebene erprobt. Zum anderen werden anhand zweier konkreter "Erprobungsräume" exemplarisch konkrete Ziele und Maßnahmen der zu entwickelnden kommunalen Biodiversitätsstrategie umgesetzt, um die praktische Tragfähigkeit und die potenziell erreichbaren Ziele zu demonstrieren. Die drei Forschungspartner treten dabei in einen kontinuierlichen Diskurs mit den beteiligten Praxispartnern, aber auch mit weiteren Akteuren.

Das Verständnis kommunaler Biodiversitätsstrategien ist in diesem Projekt durchaus breit. Es reicht von expliziten, eigenständigen Konzepten bis hin zu Zielformulierungen und deren Integration in bzw. Anknüpfung an bestehende Konzepte der Städte oder die Umsetzung einzelner Bausteine und konkreter Ansätze auf Projektebene. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei:

(a)  die Entwicklung von Strategien und Konzepten zur Stabilisierung, Erhöhung bzw. Aufwertung der städtischen Biodiversität

(b)  die Entwicklung von Ansätzen zum Umgang mit Zielkonflikten zwischen Biodiversitätsentwicklung und anderen Nutzungsanforderungen

(c)  die Stärkung der Zusammenarbeit der Akteure und

(d)  das Aufzeigen geeigneter Instrumente und Finanzierungsmöglichkeiten zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategien.

Die Entwicklung von Biodiversitätsstrategien ebenso wie die konkrete Umsetzung von Maßnahmen werden von einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit flankiert. Ziel ist, es die Akzeptanz für biologische Vielfalt zu fördern und dabei wichtige Akteure in die Umsetzung zu integrieren. Aus den Erfahrungen der Projektpartnerstädte und weiterer Städte aus dem Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" sollen Leitlinien abgeleitet werden, die auch andere Städte dabei unterstützen, kommunale Biodiversitätsstrategien zu entwickeln.